Roadkill Chicken

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Hähnchen einmal „anders“ zubereitet: Das Roadkill Chicken oder auch „überfahrenes Hähnchen/ plattes Huhn“ 😀
Anders als ein Hähnchen auf dem Drehspieß oder auf dem Hühnersitz liegt dieses Hähnchen platt in der mit Zitronen, Knoblauch, Zwiebeln und Orangen gebetteten, feuerfesten Form.

Die Zutaten:
1 ganzes Maishähnchen (oder normales Grillhähnchen) von ca. 1,2 Kg
1 Orange
2 Zitronen
2 ganze Knoblauch
4 EL Brathähnchengewürz ( „z.B.Ankerkraut Texas Chicken“ (Klick mich) )
3-4 frische Thymianzweige
3 rote geschält Zwiebeln
70g Butter
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Die Zubereitung:
Das Hähnchen wird mit kaltem Wasser abgewaschen und mit einem Küchenkrepp trocken getupft.
Nun wird ihm mit einem scharfen Messer oder einer Geflügelschere das Rückrat entfernt. Hierzu schneidet ihr links und recht an der Wirbelsäule entlang. Diese kann man danach ganz einfach entfernen.

Um das Hähnchen nun platt zu bekommen, dreht ihr es um,  drückt es ein wenig auseinander und brecht ihm mit einem leichten Druck mit der flachen Hand das Brustbein. Klingt brutal, ist es aber nicht!
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Nun werden die Zitronen, die geschälten Zwiebeln, der Knoblauch und die Orange in Scheiben geschnitten und in eine geeignete, feuerfeste Form gelegt.
Darauf verteilt ihr die Thymianzweige.
Das Hähnchen wird nun großzügig innen und außen mit dem Brathähnchengewürz bestreut und auf das Bett gelegt.

Jetzt bringt ihr einen 3/4 mit Briketts gefüllten Anzündkamin zum Glühen.
Sind die Briketts durchgeglüht, schüttet ihr sie in 2 Kohlekörbe am Rand des Grills und regelt Diesen auf 180°C ein.
Ist Dieses geschehen, kommt die Form in den indirekten Bereich des Grills und das Hähnchen gart nun ca. 1 Stunde bis zu einer Kerntemperatur von 60°C unter geschlossenem Deckel. Das Hähnchen nimmt in dieser Zeit die ganzen Aromen der Zwiebeln, Orangen, Zitronen, Knoblauch und Thymian auf.
Hat es die Kerntemperatur von 60°C erreicht, nehmt ihr die Form vom Grill , pinselt das Hähnchen mit einer Mischung aus zerlassener Butter und etwas Brathähnchengewürz ein und legt es direkt auf das Grillrost- natürlich weiter im indirekten Bereich.
Das Hähnchen gart nun weiter unter dem Deckel bis zu einer Kerntemperatur von 80°C.

Dann ist das Hähnchen super saftig und gar.
Serviert haben wir es zusammen mit den Zutaten aus der Form.
Die gesamte Garzeit beträgt ca. 90 Minuten.
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Viel Spaß beim Nachbauen 🙂

Knusprige Ente vom Drehspieß

Eine ganze Ente vom Drehspieß? Mega lecker!! IMG_6005

Die Zutaten:
1 ganze Ente ( meine war 4 Kg schwer)
1 Bund Suppengemüse
Salz
1 Zweig Thymian
Honig
1 Gemüsezwiebel
1 Orange
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Die Zubereitung:
Die Ente vom Hals und vom Bürzel ( das Entenschwänzchen- da sind die Talgdrüsen enthalten- und das schmeckt mal gar nicht) befreien, gut mit kaltem Wasser abwaschen und trocken tupfen.
Dann das Suppengemüse waschen und zusammen mit der geschälten Zwiebel und der geschälten Orange in grobe Stücke schneiden.
Nun wird die Entenhaut mit Hilfe einer Nadel, Fleischgabel oder Schaschlikspieß eingepiekst. Damit kann später beim Grillen das Fett aus der Haut tropfen. Aber bitte nur die Haut löchern, nicht das Fleisch!
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Danach wird die Ente im Inneren gut mit Salz eingerieben.
Als nächstes kommt die Orange, Zwiebel und das Suppengemüse zusammen mit dem Thymianzweig in das Innere der Ente.

Nun wird die Ente mit Hilfe von Metzgergarn so verschnürt, dass das Innere der Ente möglichst komplett verschlossen ist. Ich habe dazu einfach den Anfang eines halben Meter Metzgergarn an der untersten Stelle eines Schenkels befestigt, bin dann zum anderen Schenkel mit dem Garn und habe die beiden Schenkel so eng zusammen gebunden. Danach bin ich mit dem Garn noch um die Flügel gegangen und habe diese verschnürt. Knoten rein und gut.
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Jetzt wird die Ente außen noch mit ordentlich Salz eingerieben.
Danach darf sich die Ente noch ein wenig ausruhen.

Ein halber Anzündkamin wird mit Briketts gefüllt und zum Glühen gebracht.
Dann kommt mittig in den Grill eine feuerfeste, mit etwas Geflügelbrühe und den restlichen gewürfelten Gemüse (falls noch vorhanden), Form.
Links und rechts platzieren sich die glühenden Briketts. Am Besten geht das mit entsprechenden Kohlenkörben.

Nun wir der Grill auf ca. 130°C- 150°C eingeregelt. ( Oben komplett offen, unten ein wenig geöffnet- Bleistiftdicke)
Währenddessen wird die Ente auf den Roti-Spieß gesteckt und fest fixiert.

Ist der Grill eingeregelt, nimmt die Ente mit dem Spieß im Grill platz. Dort darf sie sich gute 4 Stunden drehen lassen. ( pro Kg Ente rechne ich 1 Stunde)
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In der Zeit habe ich aus 150ml kochendem Wasser und einem TL Salz ein wenig Salzwasser hergestellt.

Hat die Ente eine Kerntemperatur von 70°C (gemessen im Schenkel) wird sie das erste Mal mit dem Salzwasser besprüht oder eingepinselt. Das verleiht ihr später die knusprige Haut.
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Bei einer Kerntemperatur von 80°C wird das noch einmal wiederholt.

Bei einer Kerntemperatur von 85°C ist die Ente fertig. Wer möchte, kann sie nun noch mit Honig einpinseln und noch ein paar Minuten bei komplett geöffneten Lüftungen weiter backen.


Als Beilagen passen natürlich Rotokohl und Klöße oder Spätzle, oder wie ich es heute mal gemacht habe, mit dunkler Erdnusssauce und Zwiebelbrot.


Viel Spaß beim Nachmachen! 🙂

 

Knusprige Drumsticks (Hähnchenunterschenkel)

Ich habe wieder einmal einen neuen Rub auf http://www.royal-spice.de entdeckt.
Dieser dient eigentlich zum Rubben für Spareribs. Für die Drumsticks sind sie aber ebenfalls Bestens geeignet!!

Die Zutaten:

Hähnchenunterschenkel

Royal Spice Los Ribbos special BBQ Rub Los Ribbos Special BBQ Rub
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oder Magic Dust von dieser Homepage

Vorbereitung:

Die Hähnchenunterschenkel werden mit dem entsprechenden Rub einmassiert und mindestens einen Tag vakuumiert oder stramm in Klarsichtfolie eingewickelt
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Zubereitung:

Den Kugelgrill oder Smoker oder Backofen auf 180°C vorheizen (Temperatur auf Fleischhöhe gemessen); ich habe sie in der Kugel zubereitet. Dafür habe ich einen 3/4 vollen Anzündkamin mit Briketts gefüllt und gut durchglühen lassen.
Während der Anzündkamin die Briketts zum Glühen bringt, habe ich die Hähnchenunterschenkel mittels eines Schaschlikspießes auf den aus einem schwedischen Möbelhaus stammenden Topfdeckelhalter 🙂 „schwebend“ platziert.
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Die glühenden Briketts werden nun an den Rand der Kugel gelegt (indirektes Grillen) und die Kugel auf ca. 180°C eingeregelt (Deckeltemperatur so um 200°C)

Ist die Kugel eingeregelt, werden die Drumsticks auf den indirekten Bereich des Grillrost gestellt und dürfen sich dann für ca. 45 Minuten sonnen. (Ein paar Maiskolben durften sich noch nach 30 Minuten dazugesellen)

Danach sind sie schön knusprig und verzehrfertig.

Viel Spaß beim Nachgrillen 😉

Saftiges Bierhähnchen ( beer can chicken )

Ein knusprig- saftiges Hähnchen vom Grill braucht eigentlich keine Beilagen 🙂
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Die Zutaten:

1 ganzen Hähnchen

2 EL Salz
1 EL Paprika
1 EL Knoblauchgranulat
1 TL Currypulver
1 EL Zwiebelgranulat
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
6 EL Olivenöl
0,33L Bierdose oder BIer für den Hühnersitz

wer mag ein paar Kräuter wie Rosmarin, Thymain, Basilikum
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Die Zubereitung:

Das Hähnchen ordentlich mit kaltem Wasser abwaschen und gut trocken tupfen.
Dann werden die Gewürze in eine Schüssel gegeben und gut verrührt.
Nun wird das Hähnchen mit einem Pinsel innen und außen mit Olivenöl eingepinselt und die Gewürzmischung gut darauf gestreut.
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(Diesen lustigen Hähnchenverschluss gibt es übrigens hier:
http://www.grillfuerst.de/grillfuerst-suche/index.php?query=chicken+head&x=0&y=0 )

Jetzt wird ein voller Anzündkamin mit Grillbriketts zum Glühen gebracht und dann links und rechts in der Kugel aufgeschichtet. (WICHTIG: die Mitte des Garraums muß frei bleiben, da uns sonst das Hähnchen verbrennt!)

Nun wird das Hähnchen auf eine geöffnete Bierdose oder auf den mit Bier gefüllten Hühnersitz gestülpt. somit belibt das Hähnchenfleisch von innen schön saftig…
(Bei Verwendung der BIerdose müsst ihr ca. 0,1L aus der Dose entfernen, da sie sonst überläuft….)
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Die Glut wird jetzt mittels der Lüftungsschieber am Grill auf 175°C eingeregelt.
Ist dieses geschehen kommt das Hähnchen für ca. 45 Minuten indirekt in den Grill.
Das Hähnchen muss eine Kerntemperatur von 75°C haben.
Falls ihr den Deckel nicht zu bekommt, entfernt den Grillrost und stellt es unten in die Grillkammer. (am Besten vorher mal testen!)
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Nach ca. 45 Minuten ist der Gockel gar und saftig.
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Viel Spass beim Nachgrillen 🙂

Roastbeef im Ganzen gegrillt

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Roastbeef im Ganzen vom Holzkohlegrill ist mal was anderes und richtig lecker!!
Ich bin wie folgt vorgegangen:

Zutaten:
1/2 Roastbeef ( ca. 2,5 Kg )
Ein paar Rosmarinzweige
Salz (gerne Meersalz)
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Das Roastbeef wird auf der Unterseite pariert ( von Sehnen und Fett befreit)
Den Fettdeckel lasse ich dran, schneide ihn nur kreuzweise ein. Der Fettdeckel gibt ordentlich Geschmack und das Fleisch bleibt schön saftig.
Nun kommen ein paar Rosmarinzweige auf den Fettdeckel und das Fleisch darf einvakuumiert oder eng in Klarsichtfolie eingewickelt, über Nacht in den Kühlschrank.
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Am nächsten Tag werden die Rosmarinzweige entfernt und das Roastbeef mit Salz und Pfeffer eingerieben.
Zuerst grille ich das Roastbeef über direkter Holzkohlenglut auf allen Seiten scharf an.
Dann nehme ich das Fleisch vom Grill und entferne die Holzkohle.
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Nun befülle ich den Smokenator mit 35 Grillbriketts und bringe 6 Briketts nebenbei im Anzündkmin zum durchglühen.
Haben die 6 Briketts eine schöne Glut, kommen sie verteilt in den Smokenator.
(Natürlich geht das auch wie immer mit einem gelegten Minionring- die Anleitung steht im Blog unter der Kategorie „Slow-Grillen“)
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Beispielfoto eines gelegten MinionringIMG_3625

Nun regel ich die Kugel mittels der Lüftungsschieber auf ca. 120°C ein.
Ist dieses geschehen, lege ich das Roastbeef mittig auf den Grill und lasse es langsam bis zu einer Kerntemperatur von 58°C garen. Die Kugel wird dabei nicht geöffnet, da sonst sofort die Wärme verloren gehen würde!
Hat das Fleisch die gewünschte Kerntemperatur, nehme ich es vom Grill und lasse es ca. 10 Minuten in Alufolie ruhen.
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Serviert habe ich das Ganze mit Bohnenbouquets, Kartoffelgratin und Sauce Bernaise.
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Viel Spass beim Nachgrillen 🙂

Gyros-Schichtbraten

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soooo,

lange nichts mehr geschrieben…
Heute gibt´s mal einen Gyros-Schichtbraten.
Die heutigen Aktöre sind:
5TL Oregano gerebelt
4 TL Thymian gerebelt
4 TL Salz
3 TL Knoblauchpulver
3 TL Zucker
3 TL Paprikapulver
2 TL Zwiebelpulver
3 TL Rosmarin gerebelt
2 TL Pfeffer
1 TL Koriander
eine Prise Zimt
etwas Olivenöl
1 Schweinenacken
2 Zwiebeln
1 Pack. Fetakäse
Bindegarn (Rouladengarn)
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Die Gewürze werden zusammen vermischt und mit Olivenöl zu einer cremigen Marinade vermengt.
Der Feta wird in dünne Würfel, die Zwiebel in dünne Scheiben geschnitten.
Nun den Schweinenacken längs in dünne Scheiben schneiden.

Jetzt wird die erste Scheibe Schweinenacken mit der Gewürzmarinade bepinselt und mit ein paar Zwiebelscheiben und Fetawürfeln garniert.
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Dann wird die gleiche Prozedur schichtweise mit den anderen Schweinenackenscheiben durchgeführt.
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Jetzt wird der Schweinenacken mit Hilfe des Rouladengarns verschnürt:
Macht eine Schlaufe und legt sie am Anfang des Bratens um Diesen.Die Schlaufe zieht ihr ganz eng zusammen und verknotet sie. Das Ende schneidet ihr ab,
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Nun macht ihr eine weitere große Schlaufe, dreht sie einmal und geht wieder um den Braten.
Das wiederholt ihr in Abständen von ca. 2- 3 cm bis zum Ende des Bratens.
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Nun verknotet ihr noch das Garn damit alles schön zusammen bleibt.
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(Anleitungen sind auch bei Youtube zu sehen… ich mache demnächst auch mal eine Videoanleitung)
Jetzt kommt der Rollbraten für 24 Stunden eng in Klarsichtfolie verpackt, oder vakumiert in den Kühlschrank.
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Der Tag des Grillens:

Macht einen Anzündkamin voll mit Briketts und lasst sie ordentlich durchglühen.
Dann schüttet ihr sie links und rechts in den Grill. (die Mitte bleibt frei= wir grillen indirekt)
Jetzt müsst ihr die Temperatur auf ca. 150°C einregeln (am Fleisch gemessen- im Deckel sind das so um die 200°C) und legt den Rollbraten auf das Rost.
Hier bleibt er nun, bis er eine Kerntemperatur von 75°C erreicht hat. Bei mir hat das 3 Stunden gedauert.
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In der Zwischenzeit habe ich aus 10% Joghurt, Quark, Gurkenstiften, Knoblauch und Salz einen Zaziki hergestellt und ein paar Buns (Rezept steht hier im Blog) gebacken.
Dann noch ein bisschen griechischen Salat gemacht, Braten in feine Streifen geschnitten , Zaziki und Buns dazu und serviert 🙂
guten Appetit!
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